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Der Wintergarten

Die Idee klingt verlockend: Eine Glasüberdachung, und schon gibts mehr Wohnfläche, mehr Licht, mehr "Grün", gar tropisches Flair im Haus. Aber ein Wintergarten ist mehr als nur ein paar Glasscheiben ans Gebäude zu setzen. Stichwort Raumklima, Energiebedarf, Heizung oder Bau-Kosten: Hält die Idee, was sie verspricht?

Wintergarten im Bau

Wintergarten

Vom Gewächshaus zum Wohnraum

Das Prinzip ist einfach: Durch Glasflächen gelangen kurzwellige Lichtstrahlen in einen Raum. Dort werden diese in langwellige Wärmestrahlung gewandelt. Letztere können aber nicht mehr durch das Glas zurückentweichen. Sie bleiben im Raum und erwärmen diesen. Je besser die Isolierung, desto besser die Wärme Speicherung. Eine möglichst grossdimensionierte Verglasung (im Gegensatz zu einem kleinen Fenster) sorgt dafür, dass die Erwärmung auch im Winter stattfindet - so die Sonne scheint. Der Architekt bezeichnet das auch als Glashaus Effekt .
Nun ist dieser Effekt schon lange bekannt. Wie der Name vermuten lässt, war ein Wintergarten ursprünglich der Ort, wo Pflanzen zur Überwinterung eingestellt wurden. Dieses "Luxusproblem" von exotischen Pflanzen, die vor Frost geschützt werden mussten, hatte in früheren Jahrhunderten freilich nur der Adel (daher auch der Name "Orangerien"), oder es waren zoologische Gärten, die Pflanzen aus fernen Ländern einem breiterem Publikum zugänglich machten. Wintergärten im engeren Sinne fanden erst in jüngerer Zeit den Weg auch ins private Eigenheim. Sei es als Gewächshaus im Garten, zunehmend aber auch als Möglichkeit zur Erweiterung der Wohnfläche. Mit zunehmendem Wohlstand entstand vielerorts der Wunsch, Balkon oder Terrasse zu verglasen, oder gar per Anbau und Wanddurchbruch den Wohnbereich zu vergrössern. So ist der Wintergarten heute vieles: erweitertes Wohnzimmer, Natur und Grünbereich in der Wohnung, Rückzugsoase, oder thermische Pufferzone.

Wintergarten bauen: Kosten und Genehmigung

Auch wenn versierte Heimwerker viel selber bauen können: Ein kompletter Wintergartenanbau an ein bestehendes Gebäude stellt höhere Anforderungen als z.B. nur die Verglasung eines bestehenden Balkons. Das betrifft sowohl Bau wie Kosten. Wintergärten sind i.d.R. genehmigungspflichtig, wenn sie als Erweiterung vom Gebäude angesehen werden bzw. ein Fundament benötigen. Bauantrag und Berechnungen zur Statik sind daher nötig. Dies kann ein Architekt übernehmen, aber auch ein Statiker. Die Kosten liegen bei einer einfachen Ausführung deutlich unter 1000.- EUR/qm (ohne Heizung und Fundament gerechnet); luxuriösere Varianten nach oben offen.


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Material für den Wintergartenbau

Was Bau und Ausrichtung angeht, so ist wichtig der Winkel, in dem das Sonnenlicht auf das Glas bzw. Glasdach auftrifft. Denn je senkrechter Licht auf eine Glasscheibe auftrifft, desto weniger wird reflektiert und umso mehr kommt in den Raum. Daher wird beim Wintergartenbau darauf geachtet, möglichst viel Glasfläche in Richtung Sonne zu kippen. Auch im Winter sollte eine möglichst effektive Ausnutzung der Sonnenstrahlen gewährleistet sein (Sonne steht tiefer!).
Zum Rahmen: Der Rahmenbau kann erfolgen mit Kunststoff, Aluminium, Stahl, oder auch Holz; Vor- und Nachteile ergeben sich jeweils aus den typischen Materialeigenschaften. So wirkt eine Rahmenkonstruktion aus Holz wärmer und schöner, aber Holz "arbeitet" und ist anfälliger gegen natürliche Einflüsse. Aluminium ist teurer, dafür können Alu-Profile exakt und stabil verbaut werden. Aluminium oder Stahl haben aber, wie alle Metalle, eine hohe Wärmeleitfähigkeit. Das heisst, Wärme wird nach aussen abgeleitet (sogg. Wärmebrücken), was bautechnisch entsprechend berücksichtig werden muss. Kunststoffrahmen sind aus ästhetischen Gründen nicht jedermanns Sache.
Was das Glas angeht, so gilt: Das, was den Wintergarten auszeichnet, ist zugleich auch sein grösster Nachteil! Glas speichert schlecht Wärme, es kühlt schneller aus als z.B. eine massive Wand. Normale Glasscheiben haben eine geringe Wärmedämmung. Es gibt aber spezielles Isolierglas bzw. Wärmeschutzglas. Acrylglas oder Plexiglas ist leichter, sowohl vom Gewicht her, als auch in der Verarbeitung; ausserdem splittert es nicht. Für den Dachbereich wird von der Baubehörde meist spezielles Sicherheitsglas vorgeschieben (Stichwort: Hagel, Schnee, Dachlast etc).


Bauen mit Glas: Über Temperatur, Raumklima und Heizung

Die Verglasung wirkt im Grunde wie ein Sonnenkollektor. Trotzdem geht es nicht ohne Heizung, wenn der Wintergarten auch in der kalten Jahreszeit als erweitertes Wohnzimmer fungieren soll. Man spricht dann auch von einem warmen Wintergarten. Dieser kann an die normale Heizung (Heizkörper) mit angeschlossen werden. Innovativ sind Fussbodenheizung (mit Wärmepumpe), oder moderne Brennwertkessel plus Solar-Anlage.
Wichtig zu wissen: Wird ein Wintergarten vorwiegend als Wohnraum genutzt und entsprechend beheizt, so gelten die Vorschriften der EnEV. Ein energieeffizienter Wintergarten kann aber durchaus auch im Winter als zusätzliche Heizung für den dahinterliegenden Wohnraum dienen.
Was im Winter als angenehm empfunden wird, kann im Sommer zum Nachteil werden: Die Hitze in einem Glasbau wird schnell zum Treibhaus. Für Kühlung und Lüftung sorgen Lüftungsklappen oder Lüftungssysteme bzw. elektrische Gebläse. Sie regeln die Temperatur, aber auch die Feuchtigkeit. Denn Glas verhält sich bei Wärme anders als z.B. eine Mauer - Stichwort: Schwitzwasser.
Auch sollte für eine zusätzliche Beschattung gesorgt werden (Jalousie, Markisen, Rolladen, Sonnensegel o.ä.), seien diese innen angebracht, oder aussen. Ein anderer gangbarer Weg der Beschattung ist die natürliche Bepflanzung, ob als Laubbaum, gepflanzt einige Meter davor, oder auch rankendes Grünzeug. Laub deshalb, damit im Winter die Sonne durch kann.

Der Garten im Haus: Pflanzen und Ausstattung

Hier gibt es fast keine Grenzen. Von tropisch über subtropisch bis mediterran - erlaubt ist, was gefällt. Beliebt sind als Pflanzen für den Wintergarten Palmen, Yucca, manch einer mag auch seine Orchideen Zucht hier haben. Natürlicher Regen entfällt, regelmässig giessen ist daher Pflicht. Anspruchsvolle installieren ein Bewässerungssystem bzw. eine Beregnungsanlage. Kübelpflanzen empfehlen sich generell, wenn der Fussboden schön gestaltet ist, sei es aus Naturstein (Steinzeug wie Terracotta, Marmor, Granit), Laminat oder Holzparkett.

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