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Bauplanung: Der Raum

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Der Keller

Wer kennt sie nicht: all die Hobbyräume, die zu 90% im Jahr nicht genutzt werden? Meint: Es sollte gut überlegt sein, für was ein Keller überhaupt benötigt wird. Ein Haus komplett zu unterkellern ist in vielen Fällen nämlich gar nicht nötig. Meine Empfehlung: Oft reicht ein Halbkeller.

Der Keller: nicht immer nötig

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Keller und Baukosten

Wer dennoch an den klassischen Hobbyraum mit Werkbank, Bohrmaschine oder Heißklebepistole von Steinel denkt, der sei an die Baukosten Faustformel erinnert: Jeder m2 kostet beim Bau 2000 EUR alles inklusive. Warum also Kosten produzieren, wenn nicht erforderlich. Ein Keller macht nur Sinn, wenn es der Boden oder ein Bodengutachten so vorschreibt. Hier sollte dann aber geprüft werden, ob man nicht Teile des nun notwendigen Kellers als Wohnraum konzipiert, etwa als Gästewohnen mit Bad und eigenem Eingang. Die restlichen Kellerräume dann als Abstellraum und Haustechnik. Durch teilweises Wohnen im Keller - etwa mit abgeböschtem Garten und vorgelagerter Terrasse - können Sie im Anschluss die Grundflächengröße ihrer Immobilie reduzieren, das spart wieder Bau- und Instandhaltungskosten.

Thema Waschküche

Ich gestehe: Eines meiner Lieblingsthemen ist die Waschküche im Untergeschoss. Auch wenn dies üblich ist - ich halte dies für unsinnig. Waschküchen im Keller sind wegetechnisch mühselig, ausserdem kann das ständige Trocknen der Wäschen zu Bauschäden führen - Stichwort: Feuchtigkeit im Keller. Sinnvoller ist es, die Waschküche da anzuordnen, wo üblicherweise die Alltagsarbeit verrichtet wird: Neben der Küche, idealerweise in einem zusätzlichen Hauswirtschaftsraum.


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Feuchtigkeit im Keller

Die Ursachen für Feuchtigkeit im Keller sind allerdings meist bautechnischer Art. Mit der Folge Schimmel, im Ernstfall sogar Hausschwamm. Was lässt sich dagegen tun?
Am Anfang muss ich Sie leider enttäuschen: es gibt kein Allheilmittel für feuchte Keller. Denn wenn der Keller bautechnisch schlecht gebaut wurde, kann oft nur Schadensminimierung betrieben werden. Oder eben kleinere Feuchtigkeitsbildungen akzeptieren. Bautechnische Fehler sind vor allem eine fehlende Drainageleitung, fehlerhafte (oder nicht vorhandene) Abdichtung der erdberührenden Aussenwand, oder auch die Ausführung der erdberührenden Wände mit Ziegel. Das kann nur ein Fachmann beurteilen. Kapillare Feuchtigkeitsentwicklung beispielsweise ist ein Zeichen für schlechte Drainage und schlechte Abdichtung im Aussenbereich. Im Ersntfall muss bei starkem Feuchtigkeitsanfall auch über die "grosse Lösung" nachgedacht werden: Aufgraben, Abdichtungsbahnen aufbringen, Drainage installieren.

Weisse Wanne

Ich empfehle - soweit Keller oder Halbkeller erforderlich - diesen als weisse Wanne auszuführen. Das ist nichts anderes als eine hohe Betongüte (mindestens B 30) sowie Kantstreifen (Gummi oder Edelstahl) bei den Anschlüssen von Wänden an die Stahlbetonbodenplatte. Eine weisse Wanne ist, wie der Name schon vermuten lässt, wasserdicht. Es ist also uninteressant, ob Ihr Haus über dem Grundwasserpegel steht oder direkt darin. Ausser der Ausführung als weisse Wanne soll der Keller eine ausreichende Abdichtung zum Erdreich erhalten (an den Aussenwänden), sowie eine Drainage Leitung, rund ums Haus. Diese verhindert, dass überschüssiges Regenwasser sich im Aussenbereich der Kellerwände anstaut.
Was Wohnungen im Keller angeht, so müssen hier bestimmte Vorschriften der Landesbauordnungen (LBO) erfüllt werden, wie etwa die BayBO.


Drainage

Eine Drainage ist ein PVC Rohr; üblich sind Durchmesser 150-200mm, die im oberen Bereich mit kleinen Öffnungen versehen sind. Durch diese Öffnungen kann das überschüssige Regenwasser in die Drainageleitung eindringen und entsprechend fortgeführt werden. Viele Feuchtigkeitsprobleme im Keller entstehen nicht durch punktuellen Nässeanfall (z.B. durch starken Regen), sondern durch dauerhafte Feuchtigkeit, die dem Bauwerk zusetzt. Nicht vergessen werden dürfen bei einer ordentlich gelegten Drainage die Revisionsöffnungen, damit von Zeit zu Zeit gereinigt werden kann. In Drainagen setzen sich gerne Sandpartikel fest, die zum Verstopfen führen können. Der Bereich der Drainage soll mindestens 1 m hoch mit Kies verfüllt werden (Vlies einbringen).

Bautrocknung

Es gibt inzwischen viele verschiedene Möglichkeiten der Bautrocknung, die meist bei einer Altbausanierung eingesetzt werden, wie z.B. Einbringen einer nachträglichen Horizontalsperre (Kapillare Feuchtigkeit), oder Bauwerksabdichtung (am besten von aussen). Sehr beliebt ist auch der Einsatz von Sanierputz: ein wasserdichter Putz, der im Innenbereich aufgebracht werden kann, und Eindringen von Feuchtigkeit verhindert. Massnahmen kann nur der Fachmann ergreifen; denn mit Begriffen und Techniken wie Schleierinjektion, Rissverpressung, Dickbeschichtung oder Flächeninjektion ist der Laie überfordert.

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