Das Fertighaus

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Fertighaus

Unter Fertighaus versteht man ein industriell vorgefertigtes Gebäude, hergestellt in großen Werkhallen, zum Ausbau, oder komplett schlüsselfertig produziert. Namhafte Hersteller haben auf ihrem Firmengelände auch ein Musterhaus stehen, wo der Kaufinteressent Verarbeitungsmerkmale und Ausführung besichtigen kann.

Sollte jeder Fertighaus Hersteller anbieten: Musterhaus

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Fertighaushersteller und Ausfallrisiko

Viele große und bekannte Fertighaus Anbieter kommen aus Deutschland. Ich habe mir mehrere Fertighaus Firmen und deren Produktionsstätten angesehen und konnte mich von der überaus hohen Qualität überzeugen. Fertighäuser werden üblicherweise aus Holzständerwerk hergestellt, und erfüllen oft sogar Ansprüche eines Passivhauses (U-Werte von 0,7 W/m2K und weniger). Ausser dem Fertighaus aus Holz gibt es aber auch viele andere Systeme. Die Herstellung in großen Montagehallen ermöglicht sehr hohe Präzision bei der Ausführung der einzelnen Bauteile. Ein Fertighaus muss aber auch eine gute Vorbereitung bauseits erfahren: die Bodenplatte muss sehr genau ausgeführt werden.
Wer ausländische Fertighaushersteller beauftragen will, sollte sich das gut überlegen. Es sei denn, diese haben eine Niederlassung in Deutschland. Dies vor allem aus Gründen der Gewährleistung. Schliesslich ist es äusserst mühsam, gegen einen Fertighaushersteller z.B. aus Polen zu prozessieren, wenn der seinen Verpflichtungen nicht nachkommt. Bedenken Sie, dass Sie beim Kauf eines Fertighauses in Vorleistung gehen müssen. Ein Fertighaus wird in der Regel von einem Hersteller in der Fabrik geplant und gebaut; das meiste Geld muss gezahlt werden, ohne dass irgendetwas auf der Baustelle zu sehen ist. Sie tragen also als Bauherr ein gewisses Ausfallrisiko, da bei Vertragszeichnung bereits eine hohe Anzahlung anfällt. Macht der Fertighaushersteller just in dieser Zeit - also von Zahlung bis zur Lieferung - Pleite, ist Ihr Geld weg. Sie sollten Ihre Zahlungen entsprechend absichern lassen, etwa durch eine Bankbürgschaft. Fertighaushersteller "vergessen" jedoch oft das Ausfallrisiko mittels Bankbürgschaft zu definieren, denn Bürgschaften sind mit Kosten behaftet und bedingen hohe Liquidität bei der Hausbank. Das darf man nicht bei jeder Firma erwarten.

Besichtigungstermin: Das Musterhaus

Ein Musterhaus ist nicht nur zum Anfassen gedacht, sondern für Sie als Interessent oder potentieller Käufer auch ein guter Ansatz für die Verhandlung der Vertragsbedingungen. Hier kann dann immer vereinbart werden "wie im Musterhaus besichtigt". Sie dürfen sich als Käufer dann auf mindestens gleichwertige Arbeit und Qualitäten freuen. Sie können bei allen Fertighausherstellern die Bauqualitäten im Musterhaus auch modifizieren, auch kleinere Änderungen am Grundriss sind möglich. Empfehlenswert sind Fotos - es bringt ja nichts, wenn Sie gleichwertige Arbeit wie im besichtigten Musterhaus vereinbaren und in der Zwischenzeit wird dann ein neues Musterhaus aufgestellt!


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Ausbauhaus (=Mitbauhaus) und Bausatzhaus

Ein Fertighaus kann auch als Ausbauhaus oder Mitbauhaus geliefert werden; der Ausbau erfolgt dann von Ihnen selber vor Ort auf der Baustelle. Deshalb wird ein Ausbauhaus auch Mitbauhaus genannt.
Nach Fertigung im Werk (man rechnet 4-6 Wochen, ja nach System), wird das Ausbauhaus mittels Sattelschlepper samt Baukran vorgefahren und in wenigen Tagen der Rohbau samt Dach fertiggestellt. Nach Abschluss der "Außenhülle" erfolgt der Innenausbau. Auch hier sind viele Bauteile bereits vorher eingebaut, und müssen nur noch verbunden werden (Abwasser, Strom, Wasser, Heizung). Das macht das Ganze schnell und im Normalfall unproblematisch. Die namhaften Anbieter von Fertighäusern verfügen über allerlei Haustechnik Konzepte, intelligente Häuser etc, sodass sich ein Fertighaus qualitativ von einem Massivbau nicht unterscheidet, in vielen Fällen sogar von höherer Qualität ist.
Ein Bausatzhaus ist das Fertighaus komplett zum selber bauen vor Ort - also auch der Rohbau. Sie bekommen dann ein paar Lastwägen mit fertig zugschnittenem Material vorgefahren und bauen Ihr Haus per Gebrauchsanweisung selbst zusammen. Außer Bausatzhaus sind diese auch unter der Bezeichnung Rohbauhaus oder Selbstbauhaus bekannt. Wie alle Fertighäuser wird ein Bausatzhaus in den großen Montagehallen nach Wünschen des Bauherren vorbereitet, nach Lieferung auf den Bauplatz muss der Bauherr sich dann selbst um die Aufstellung vom Bausatzhaus kümmern. Namhafte Fertighaushersteller verfügen allerdings über Fachleute und Bauberater (oft auch Architekten), die Sie beim Aufstellen des Bausatzhauses beraten, falls Probleme auftreten.

Fertighaussysteme

Wie immer gibt es auch in diesem Sektor eine Unzahl verschiedener Fertighaussysteme. Das üblichste ist wohl die Ständerbauweise, bestehend aus vielen kleinen Holzpfosten (alle 60 cm) und Trägern. Andere Fertighaussysteme sind Blockhäuser (aus Baumstämmen) oder z.B. Styropor / Betonhäuser.
Hier eine spezielle Empfehlung zu geben ist schwierig. Neuentwicklungen oder neue Baustoffe müssen sich erst mit der Zeit bewähren. 10 Jahre sind da nichts. Daher mein Rat: In der Küche darf experimentiert werden, beim Hausbau nicht. Hüten Sie sich also vor besonders "billigen" Häusern oder besonders "innovativen" Konzepten, wenn es das Investment Ihres Lebens ist. Die Probleme sind später für Sie, denn womöglich sind die ehedem beauftragten Firmen im Bedarfsfall schon pleite, Gewährleistungsansprüche also zwecklos. Lassen sie sich bei Fertighaussystemen immer Referenzen oder besser Musterhäuser zeigen, womöglich mit zufriedenen Käufern, die im besten Fall 10 Jahre Erfahrung mit diesem Fertighaussystem sammeln durften. Erst dann darf man von angemessenen Bauqualitäten ausgehen.


Fertighaus Kosten

Die Fertighaus Kosten liegen bei guten Herstellern nicht unter den Kosten, die ein herkömmlicher Hausbau hat. Sie kaufen sich aber Top Qualitäten und zügige Bearbeitungszeit ein. Die Baukosten entstehen vor allem bei den Gewerken, die nicht in der Fabrikhalle gefertigt werden können, alle anderen sind ähnlich der herkömmlichen Bauweise. Wir als Architekten sagen etwa 1/3 der Bau-Zeit und Kosten ist Rohbau und 2/3 Ausbau, bei Fertighaus Kosten würde ich sagen: 1/2 und 1/2, da vieles bereits fabrikseitig vorbereitet wurde. Viele vergessen auch, dass die meisten Fertighäuser eben doch auch Massivhäuser sind, denn der Keller kann nicht aus Holz gemacht werden, er muss betoniert sein, deswegen gehen wir beim Keller alle Phasen wie bei einem Massivhaus mit durch.

Fertighäuser: Bau-Material - und Nachteile

Fertighäuser haben aber auch Nachteile: Sie sind natürlich nie so schnell fertig, wie Hersteller das gerne suggerieren. Der Keller ist ja nach wie vor aus Beton und muss vor Ort hergestellt werden. Auch der Ausbau, also Fliesenlegen oder Installationen verlegen, müssen gemacht werden. Die Gewerke Dachdeckung, Malerarbeiten, Türen setzen etc. sind auch nicht unbedingt schneller. Ebenso müssen Sie 6 Wochen Fertigung im Werk akzeptieren.
Der wichtigste Nachteil beim Fertighaus ist jedoch, dass man bei der Planung eingeschränkt ist. Fertighäuser sind sinnvoll nur, um sie als standardisierte Hauslösungen zu kaufen. Diese sind sehr durchdacht und lassen durchaus einiges an Änderungen zu. Aber ein maßgeschneidertes Haus vom Fertighaushersteller ist zwar machbar, jedoch mit erheblichen Kosten verbunden, denn man müsste für einen Entwurf eine komplette Fertigungsstrasse einrichten. Auch preislich gibt es beim Fertighaus Nachteile: Sie sind nicht gerade billig: Sie bezahlen die Qualität eben auch beim Fertighaus.
Weiterer Punkt: Fertighäuser werden grösstenteils aus Holz hergestellt. Holzbau (üblich ist unbehandeltes Holz) ist wesentlich anfälliger für Bauschäden als ein Massivbau. Dies muss bautechnisch berücksichtigt werden. Siehe auch: Holzhaus.
Auch haben Fertighaus Materialien keine Masse, weder Wände noch Böden. Das heisst: der Holzboden federt ein wenig und die Wände haben keinen Temperaturspeicher. Das ist besonders im Sommer etwas unangenehm, wenn sich die Häuser schnell aufheizen, da hat das Ziegelhaus klare Vorteile, weil es mehr Masse bringt und die Wärme im verschlossenen Haus erst gar nicht hereinlässt (Temperatur Speicher). Fertighaus Materialien eignen sich nicht zum Wärme oder Kältespeicher. Schlaue Hersteller schaffen hier Abhilfe, indem sie eine Ziegelsteinschale vor dem Fertighaus hochziehen. Damit erreichen sie auch den gew√ľnschten Effekt: Den W√§rmespeicher.

Wiederverkaufswert

Auch wenn Fertighaushersteller dies nicht gerne hören: Der Wiederverkaufswert vom Fertighaus ist niedriger als der von Massivhäusern, bei gleichen Herstellungskosten. Das wird sie jedenfalls Ihre Bank wissen lassen, wenn Sie die Hausfinanzierung verhandeln. Der Wiederverkaufswert vom Fertighaus muss also auch in etwaige Kaufentscheidungen einfließen. Man will zwar beim Bauen nicht ans Verkaufen denken, aber wer weiss schon, was in 10 Jahren sein kann.

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