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Bauen in Spanien

Bauen in Spanien: Schnell lernt man in der deutschen Kneipe am Strand ein paar Landsleute kennen, die "Hilfe" anbieten. Allerdings: deutsch sprechen allein reicht nicht. Trennen Sie die Spreu vom Weizen! Ich empfehle spanische Kollegen zu kontaktieren, oder kompetente Landsleute, die seit wenigstens 10 Jahren hier ansässig sind und die örtlichen Spielregeln kennen.

Baustelle in Spanien: Die Vorschriften sollte man kennen

Bauen in Spanien

Baugenehmigung in Spanien

Die Vorgehensweise bei der Beantragung einer Baugenehmigung in Spanien unterscheidet sich nicht wesentlich von der in anderen Ländern. Nach dem Ankauf eines passenden Grundstückes wird ein Architekt kontaktiert, der ihnen einen Vorentwurf erstellt und gleichzeitig die Bebauungsparameter prüft, ggfs. beim Bauamt vor Ort. Für Ihre Baugenehmigung in Spanien sollten sie sich allerdings auf längere Bearbeitungszeiten einstellen als zuhause, denn der Architekt muss ein komplettes Projekt vorlegen also inklusive Statik, Installationen, Klima etc. Bauvoranfragen oder auch das Kenntnisgabeverfahren sind nicht üblich, man kann lediglich ein Certificado urbanistico beantragen, hat aber keine rechtliche Gültigkeit bei Fehlern.

Architekt in Spanien

Als Architekt in Spanien sind die Rechte und Pflichten ähnlich wie anderswo in Europa. Ich empfinde die Arbeit hier jedoch als weniger einengend. Die hiesigen Baugesetze erlauben sehr freies Arbeiten, jeder Architekt in Spanien kann sich gestalterisch entfalten; lediglich GRZ, GFZ sowie Gebäudehöhe und Abstandsgrenze sind per Bebauungsplan geregelt. Das bezieht sich vor allem auf die Küstenregionen.


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Aparejador und Sicherheit

Der Aparejador oder Technische Architekt ist vom Bauherren zu beauftragen. Ein Aparejador ist ähnlich wie in GB der Surveyor, ist also vor allem mit der Ausführung der Betonstruktur und der Rechnungsprüfung beauftragt. Der Aparejador mag für viele nicht notwendig sein, muss aber ab einem gewissen Bauvolumen (größer 20 m2) beauftragt werden. Der Aparejador wird üblicherweise auch als Health & Safety Manager eingesetzt.
Das Sicherheitsprojekt: in Deutschland besser unter SIGEKO (Sicherheits und Gesundheitskoordinator) bekannt. In Spanien seit 1999 Vorschrift, bei jedem Bauwerk muss ein Sicherheitsprojekt beauftragt werden. Ein Sicherheitsprojekt ist ein sehr standardisiertes Regelwerk, was auf jede Baustelle zugeschnitten wird, etwa was Grundstückszuschnitt und Beschaffenheit angeht, oder Zufahrten, wichtige Telefonnummern etc. Ein Sicherheitsprojekt muss auch für ein Einfamilienhaus in Spanien erstellt werden, diese Arbeit übernimmt üblicherweise ein Aparejador, kann aber auch von einem Architekt erstellt werden. Die Gesetzgebung unterscheidet sich nur wenig zwischen Deutschland und Spanien, da EU Recht
Ein Sicherheitsprojekt muss ab dem Baubeginn von einem Sicherheitsbeauftragten überwacht werden. Der Sicherheitsbeauftragte ist in Spanien üblicherweise der Aparejador oder Technische Architekt. Der Sicherheitsbeauftragte ist im Ernstfall verantwortlich falls Hilfsgerüste nicht vorgesehen waren, oder am Bau Beteiligte nicht ordentlich versichert waren. Er hat die Anforderungen der Bauleute zu überprüfen und im Ernstfall eine Inspektion einzuberufen, wenn Anordnungen nicht eingehalten werden. Der Sicherheitsbeauftragte wird üblicherweise nicht recht ernst genommen, seine Mission ist ja zu überwachen, dass nichts passiert.
Der Sicherheitsplan: Ist eine Baustelle vergeben, hat der Bauunternehmer oder Generalunternehmer einen Sicherheitsplan zu erstellen. Der Sicherheitsplan soll das Sicherheitsprojekt umsetzen, der Bauunternehmer muss sich also die Mühe machen, das zu lesen, zu interpretieren und Lösungen vorzuschlagen. Der Sicherheitsplan ist nach Vollendung dem Sicherheitsbeauftragten vorzulegen, der das dann abnimmt. Erst nach Abnahme des Sicherheitsplanes durch den Koordinator darf eine Baustelle rechtlich beginnen.

Baustelle in Spanien

Sind die Vorbereitungen mittels Projekt und Sicherheitsthematik abgeschlossen, wird mit der Baustelle begonnen. Die Baustelle in Spanien ist für viele ein Abenteuer geworden, etwas in Verruf geraten durch all die Skandale der letzten Jahre z.B. an der Costa del Sol. Bedenken Sie, das Sie alleine schon der Verständigung wegen einen gewissen "Schwierigkeitsfaktor" haben, sie sollten sich also überlegen wie sie die Baustelle in Spanien elegant organisieren können. Ich finde Baustellen in Spanien sehr interessant, und wenn die Dinge richtig vorbereitet sind, sollten auch keine grösseren Probleme auftreten.

Baubetreuung

Sollten Sie während der Bauphase nicht vor Ort sein können, empfehle ich eine Baubetreuung, die Ihnen sprachlich und technisch zur Seite stehen kann. Baubetreuung oder auch Projektsteuerung garantiert Ihnen ein Auge auf die Bauarbeiten zu haben, denn ihr Architekt oder Aparejador kann nicht täglich auf der Baustelle erscheinen. Eine Baubetreuung muss über ausreichend Sprachkenntnisse verfügen, am besten auch Sachkenntnis in der Materie mitbringen. Gut wären also ein Maurermeister oder auch Architekt, oder andere Fachleute vom Bau. Das investierte Geld lohnt sich allemal, denn Fehlererkennung im Frühstadium einer Baustelle ist preiswerter als Fehlerbehebung hinterher.


Bauqualitäten in Spanien

Obwohl sich der Bauablauf und die Anforderungen an Qualität in der EU immer mehr harmonisiert, müssen Sie bei dem Thema Bauqualitäten in Spanien einige Abstriche akzeptieren. Wenigstens in Andalusien. Man darf nicht vergessen, dass Andalusien als ehemaliges Armenhaus von Spanien alles sehr preiswert hingestellt hat, auch die Ausbildung war bis vor wenigen Jahren nur mäßig. Gerade in Andalusien ist die Handwerkskunst gewiss nicht mit der süddeutschen vergleichbar. Erwarten Sie also nicht Dinge, die hier nicht machbar sind.
Nicht zuletzt durch die neuen Gesetze (CTE, LOE) haben sich aber die Bauqualitäten und insbesondere die Rechte als Bauherr sehr geändert; es wird aber wohl noch ein wenig Zeit brauchen, bis sich diese Dinge durchsetzen. Im Besonderen finde ich die Bauqualitäten in Spanien verbesserungswürdig bei den Ausbaugewerken (Installationen, Schreiner, Klimatechnik); bei Betonbau und Maurerarbeiten aber gut. Es empfiehlt sich also, gerade in Ausbaugewerken gut zu prüfen, mit welchen Firmen man zusammenarbeitet, es lohnt sich Referenzen einzuholen. Bauqualitäten können auch in Andalusien ausgezeichnet sein, wenn man sich ein wenig mit der Materie beschäftigt.

Bauleitung in Spanien

Meine Kollegen Architekten sind bisher gewohnt gewesen, sich auf die Oberbauleitung zu beschränken, also auf die Umsetzung der in den Plänen enthaltenen Angaben in die Realität. Die eigentliche Bauleitung in Spanien übernimmt üblicherweise der Aparejador.
Die Bauleitung in Spanien kann also für ausländische Häuslesbauer ein Problem sein: Während Sie vielleicht mit ihrem Architekt noch kommunizieren können, übernimmt Ausschreibung und Vergabe der Aparejador, ein Fachmann, den Sie bis zum Baubeginn womöglich gar nicht zu Gesicht bekommen. Das liegt sicher auch daran, dass die Honorarphase "Vergabe" gar nicht in der spanischen Honorarordnung enthalten ist. Es liegt also an Ihnen als Bauherr, genau zu definieren, wie sie sich ihre Bauleitung in Spanien am besten vorstellen könnten, sprechen Sie Ihren Architekt ganz explizit auf die Thematik der Ausschreibung und Vergabe an, und definieren Sie genau seine Mission.

Abnahme in Spanien

Der Abnahme in Spanien erfolgt zunächst durch Unterzeichnung eines Abnahmezertifikates der Bauleitung (Aparejador und Architekt). Einmal unterzeichnet, muss dieses Zertifikat einem Schlussprojekt beigelegt werden. Das wird dann an der Architektenkammer abgesegnet und an die jeweilige Gemeinde zur weiteren Bearbeitung eingereicht. Abnahme in Spanien ist also zunächst Sache der Bauleitung, aber auch der Gemeinden. Je nach Gemeinde wird dann mehr oder weniger geprüft in wiefern die Bebauungsparameter eingehalten wurden. Abnahme in Spanien durch die Gemeinden ist aber wichtig, denn ohne diese kann Ihr Wohnhaus nicht ins Grundbuch eingeschrieben werden.

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